Gästeliste : Entweder/Oder : Lügen : Drei Türen

Künstlerische Forschung als Wissensproduktion

Ausstellungsprojekt von Karl Heinz Jeron bei allgirls
http://allgirls-berlin.org

Eröffnung am 10.Januar 19 – 21 Uhr
Ausstellung 10.Januar bis 7.Februar 2009
Mi – Do 15 – 1 Uhr, Fr – Sa 17 – 20 Uhr

Termine Teach in‘s:
1. Gästeliste – Das Ausschlussprinzip | Sa 10. Januar 15 bis 17 Uhr
2. Entweder/Oder – Wenn die Wahl zur Qual wird | Mi  21. Januar 17 bis 19 Uhr
3. Lügen – Zur Natur des Widerspruchs | Mi 28. Januar 17 bis 19 Uhr
4. Drei Türen – Schätzen und Wahrscheinlichkeiten | Mi 4. Februar 17 bis 19 Uhr

Vier Teach-ins* bilden das Rückgrat der Ausstellung Entweder/Oder. Die Themen (Gästeliste, Entweder/Oder, Lügen, Drei Türen) dieser Teach-in‘s handeln von Entscheidungsfindung, logischen Kalkülen und Wahrscheinlichkeiten. Die dabei systematisch angewandten Informationen werden als Darstellungsmodell in einen künstlerischen Diskurs übersetzt. Entweder/Oder beschäftigt sich damit, wie aus Information in unserer Gesellschaft Wissen entsteht. Es geht um Reflektion und Anschauung, um die Konkurrenz zweier Sprachen bei der Vermittlung von Komplexität. Die eine Sprache ist die Wissenschaft. Die andere ist die Sprache der Kunst, die Wissenschaft verstehen muss, aber nicht Wissenschaft werden will. Die Vorstellung von dem, was gute Wissenschaft ist und sein soll, die Bilder von Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit sind schwer zu fassen, doch sie sind deshalb nicht weniger bedeutsam.

  • Teach-ins sind eine ehemals populäre Form der intensiven Lehr-, Diskussions- und Informationsvermittlung, die in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten ist. Sie entstand im Umfeld der 68er-Bewegung und diente dazu, auf Missstände aufmerksam zu machen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, die dagegen vorgingen. Im Rahmen von „Entweder/Oder“ werden die Teach-ins eingesetzt, um sich mit der Problematik von Entscheidungsfindung und Wissensproduktion zu beschäftigen – nicht nur auf theoretischer, sondern auch auf ganz konkreter, praktischer Ebene. Das Publikum beziehungsweise die Teilnehmer sind ausdrücklich aufgefordert, sich aktiv an diesem Wissensaustausch zu beteiligen: mit Fragen, Kommentaren und eigenen Beiträgen. Die Teach-ins verstehen sich als Tauschzonen des Wissens. Die dabei erzeugten Materialen werden zum Bestandteil der Ausstellung.